Aikido in Mainz

Aikido - Etikette (Reishiki)

  • Man erscheint zeitig vor Trainingsbeginn im Dojo. So kann man sich in Ruhe umziehen und hat etwas Zeit den Alltag hinter sich zu lassen.


  • Außerhalb der Mattenfläche wird nur in geeigneten Latschen oder Zoris gelaufen, die beim betreten der Matte mit der Fersenseite zur Matte abgestellt werden.


  • Betritt die Matte sauber, d.h. gewaschen und mit sauberer Übungskleidung; vermeide Körpergerüche.


  • Während des Unterrichts werden keine Uhren und kein Schmuck getragen (Verletzungsgefahr). Fuß- und Fingernägel müssen kurz und sauber sein.


  • Beim Betreten des Dojos verbeugt sich der Aikidoka in Richtung Shomen. Shomen ist gegenüberliegende Seite des Eingangs, oder bei Sporthallen die Seite an der eine Aikido-Kalligrafie und/oder ein Bild des Aikido-Begründers hängt oder steht.


  • Beim Betreten der Matte verbeugt sich der Aikidoka im Stehen in Richtung Shomen.


  • Setzt euch ca. 1 Minuten vor Trainingsbeginn in Seiza, ab jetzt wird nicht mehr gesprochen, sondern auf das kommende Aikidotraining konzentriert.


  • Zu Beginn und zum Ende des Trainings verbeugt man sich vor dem Bild des Aikido-Begründers. Dies ist eine typisch japanische Tradition. Es ist eine Ehrerbietung vor dem Lebenswerk O-Sensei Ueshiba und soll uns daran erinnern, in welchem Sinn wir üben sollen. Es soll kein religiöser Hintergrund hineininterpretiert werden, die Verbeugung in Japan entspricht dem Händeschütteln in unserem Kulturkreis.
    Anschließend verbeugen sich alle vor dem Trainer / der Trainerin.
    Bei der Verbeugung vor dem Lehrer sagen wir:
    am Anfang des Trainings: Onegaishimasu (etwa: " Ich bitte um Unterweisung ")
    am Ende des Trainings: Arigato Gozaimashita (etwa: "Vielen Dank, es war mir eine Freude")


  • Um einen anderen Aikidoka zum Üben aufzufordern, genügt es sich vor ihm zu verbeugen und die Worte: Onegaishimasu zu sprechen.


  • Ist die Übung zu Ende oder werden die Übungspartner/innen gewechselt, dann erweist man dem Übungspartner/in durch eine gegenseitige Verbeugung Respekt.


  • Der höher graduierte, erfahrenere Aikidoka beginnt als Nage, der andere als Uke.


  • Beim Üben wechselt Nage und Uke wechseln im 4-er-Takt. Den Wechsel von Nage zu Uke zeigen beide durch eine gegenseitige Verbeugung im Stehen an.


  • Hat sich ein Aikidoka verspätet, dann verbeugt er sich beim Betreten der Matte, zieht sich auf den Rand zurück und grüßt Richtung Shomen an. Ist er damit fertig, wartet er bis der Übungszyklus beendet ist und reiht sich bei den bereits länger Übenden ein. Ausnahme: Der Lehrer fordert ihm gleich zum Mitmachen auf.


  • Auf der Matte ist das Sprechen auf das Nötigste zu reduzieren; Aikido ist primär gefühlte und verkörperte Erfahrung.


  • Wenn man die Matte aus irgendwelchen Gründen verlassen muss, sucht man den Lehrer auf und informiert ihn.


  • Wenn der Lehrer einen Kommentar oder eine Korrektur der Bewegung macht, auch wenn diese unlogisch erscheint, versucht zu akzeptieren, es so auszuführen, und die Bedeutung dahinter zu verstehen.


  • Wenn eine Technik erklärt wird, bitte schnell in seiza hinsetzen und sich auf die Punkte, die erklärt werden, konzentrieren.


  • Man soll niemals mit dem Rücken zum Shomen sitzen (dies gilt auch z.B. beim Zusammenlegen des Hakama).


  • Wenn Du gewöhnlich regelmäßig trainierst und durch Krankheit, Urlaub oder andere Anlässe für kürzere oder längere Zeit verhindert bist, dann ist es guter Stil, Deinen Lehrer / Deine Lehrerin davon zu unterrichten. Dadurch zeigst Du Deine Ernsthaftigkeit und festigst Deine Beziehung.


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