Aikido in Mainz

Ukemi - Fallschule

Für das Ausüben der Aikido-Techniken ist die sichere Beherrschung der Formen des Fallens und Rollens unbedingt notwendig. Die Angst vor den Fallübungen hält jedoch viele Interessenten vom Studium des Aikido ab. Dafür gibt es aber keinen ernsthaften Grund.
Sie werden überrascht sein, wie behutsam und schnell Ihnen die Übungsleiter/-innen die verschiedenen Formen des Fallens und Rollens in Form methodischer Reihen vermitteln. Angefangen mit leichten Rollbewegungen aus der sitzenden Position über Formen aus der Hocke bis hin zur Rolle aus dem Stand werden Sie erfahren, dass die Fallschule (Ukemi)

>> eine hervorragende gymnastische Übung ist
>> die Arm-, Rücken- und Beinmuskulatur in idealer Weise stärkt
>> beste Massage für den Rücken bietet
>> ein gutes Konditionstraining darstellt
>> Sicherheit sowie innere Stabilität und steigendes Selbstbewußtsein vermittelt.

Darüber hinaus kann Ihnen die Aikido-Fallschule in vielen Situationen des täglichen Lebens von großem Nutzen sein und Sie vor körperlichem Schaden bewahren.

Bezeichnung Übersetzung
Fallschule
Fallübung vorwärts
Fallübung Rückwärts
Fallübung Seitwärts
Freier Fall




Gutes Ukemi kann mann immer gebrauchen:












Ukemi

Bringt uns unser Gegner zu Fall, wollen wir uns dabei möglichst wenig verletzen, um schnellstmöglich wieder aufstehen zu können.
Hierzu müssen wir folgende Prinzipien beachten. (Sonst wären wir vielleicht besser gleich so ungeschickt gefallen, dass wir den Rest des Kampfes nicht mehr mitbekommen).
    • Unsere Muskulatur ist beim Aufprall gespannt, aber nicht verkrampft.
    • Wir atmen beim Fallen aus, damit wir entspannter sind und uns keine Schäden durch Überdruck an der Lunge zuziehen.
    • Die Fläche mit der wir landen, ist möglichst groß, damit sich die wirkenden Kräfte gut verteilen können.
    • Wir fallen nicht auf durch Muskulatur ungeschützte Knochen wie Wirbelsäule, Kopf, Schulter, Ellbogen, Handgelenk, Hüfte, Knie, Knöchel.
    • Wir behalten während und nach dem Fallen die Orientierung und bleiben aufmerksam.
    • Nach dem Fallen nehmen wir sofort eine Verteidigungsstellung ein.
    • Wenn möglich stehen wir sofort unter Beobachtung des Gegners und sicherer Deckung auf.
    • Abrollen ist meist schonender als stürzen. Außerdem kommt man dadurch weiter vom Gegner weg und ist schneller wieder auf den Beinen. Leider hat man nicht immer den nötigen Platz zum Rollen.
MaeUkemi

Nage steht in Ausgangsposition [Migi-Kamae],d. h., der rechte Fuß steht vorne. Nun beugt er seinen Oberkörper und setzt seine rechte Hand auf die Matte. Diese wird vor dem vorderen Fuß aufgesetzt, Hand- und Armaußenkante bilden mit dem Rücken einen runden Spannungsbogen. Nage bringt nun sein Körpergewicht nach vorne und rollt über den rechten angespannten und runden Arm ab. Bei der rechten Vorwärtsrolle nimmt Nage den Kopf etwas nach links. Um nicht zur Seite hin abzukippen, kann der Anfänger die linke Hand zur Unterstützung des Rollvorgangs gebrauchen. Nach der Rolle erreicht Nage wieder die Ausgangsposition im Stand.

UshiroUkemi

Die Rückwärtsrolle entspricht in ihrem Wesen genau der Vorwärtsrolle nur umgekehrt. Nage steht in [Migi-Kamae] Ausgangsposition. d. h. rechter Fuß steht vorn. Nage winkelt nun das linke Bein ab und senkt den Körper nach unten. Nun rollt er über die rechte Schulter ab. Die linke Hand unterstützt den Rollvorgang. Nach der Rolle steht Nage auf und richtet sich wieder in [Migi-Kamae] Ausgangsposition aus.

YokoUkemi

Nage nimmt die Grundstellung ein, d. h., beide Füße stehen nebeneinander. Um die seitliche Fallschule nach rechts auszuführen, schiebt Nage sein rechtes Bein weit nach links. Nun bilden Fuß- und Beinaußenkante und die Seitenlinie des Rumpfes einen leichten Spannungsbogen. Darauf senkt er sein Körperzentrum langsam ab, so dass er auf seiner rechten Körperaußenseite zum liegen kommt. Gleichzeitig mit dem Aufliegen des Körpers schlägt Nage mit der rechren Hand und Unterarm neben seinem Körper auf der Matte ab. Nages Kopf darf den Boden nicht berühren. Nage sollte seinen Kopf schützen, indem er ihn zur linken Schulter wendet.

Freier Fall

Die Kunst des freien Falles wird die "hohe Schule" des Ukemis bezeichnet. Hierbei wird die Dynamik einer Technik ohne Zuhilfenahme der Hände neutralisiert.

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